Autor Thema: Manuelle Dekompression fehlerhaft!  (Gelesen 413 mal)

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Offline timundstruppi

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #15 am: Juli 27, 2020, 12:20 Nachmittag »
Die Späne ist im Motor!
Schaue in die Ölpumpe, die fördert, wenn es heiß ist ggf. zu wenig. Dann brauchst du nicht nur eine neue Ölpumpe, sondern noch vieles mehr...

Chokeklappenschrauben sichern!
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Offline LasseXR600R

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #16 am: Juli 27, 2020, 13:06 Nachmittag »
Bedeutet zusammenfassend:

1. Ventile richtig einstellen auf richtigem OT
2. Kurzes Anlässen zum Test iO? (Brauche ein Erfolgserlebnis;))
3. Öl ablassen
4. Öl Sieb im Rahmen ausbauen und reinigen
5. Ölpumpe ausbauen (kann ich die reinigen, oder muss die direkt ersetzt werden?)
6. Chokeklappe wechseln. Schrauben sichern

Ölwechsel nach WHB.

Bin dann wohl doch noch etwas beschäftigt....

Aber ohne euch würde ich dann wahrscheinlich kurzfristig vor einem Motorschaden sitzen...!

Offline timundstruppi

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #17 am: Juli 27, 2020, 13:27 Nachmittag »
DA ist auch noch ein Sieb unter dem Seitendeckel.
Schlauch für das andere Sieb spannungsfrei verlegen.

KW-Simmerring neu (3 e)

Seitendeckel
Auf Ölhülse/oring achten und Deko anheben, ach EV..
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Offline wedotherest

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #18 am: Juli 27, 2020, 13:36 Nachmittag »
Und....., wenn alles fertig ist, darauf achten dass Öl an der Steigleitung kommt.
Nach dem zerlegen der Ölpumpe ist diese leer und füllt sich oft nicht von alleine beim Motorlauf.
Wenn an der Ölsteigleitung bei Testlauf kein Öl kommt musst Du Druck auf den Rahmentank geben.
Dann wird Öl in die Pumpe gedrückt und sie fördert wieder.
Gruß, Jörg

Offline timundstruppi junior

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #19 am: Juli 27, 2020, 16:29 Nachmittag »
Bevor du die angesprochen Punkte nicht abgearbeitet hast, kannst du jederzeit einen Motorschaden haben. Kein Öl oder Choke klappen bruch kann dir in 10sec laufenlassen 1000€ schaden machen, also lass es lieber.

Hast du überhaupt schon einen Ölwechsel gemacht?

Deine Punkten sollten sein:
Ventile einstellen
Öl ablassen
Rahmensieb reinigen (nicht so festziehen bei Einbau!)
Ölfilterdeckel ab (neuer Ölfilter 5€, wenn hier viel Späne ist, ist die Pumpe eh hin)

Wenn Motor eingebaut:
Fußraste, Bremse, Kickstarter.
Öl leitung ab (mindestens eine schraube am Zylinder lösen, besser komplett ausbauen, damit sie nicht knickt)
Seitendeckel rechts ab (auf die Hülse zwischen Ölpumpe und seitendeckel achten!!!)
Kurbelwellensimmerring neu
Motorsieb ausbauen und reinigen
Hab ich gerade nicht genau im Kopf, Ölpumpe müsste aber ohne Kupplung rausgehen
Ölpumpe öffnen und inspizieren (schleifspuren -> ersetzen)

Ölpumpe am besten vor Einbau vorbefüllen
alles wieder zusammenbauen, unbedingt auf die Hülsen achten
Seitendeckel raufsetzen (HÜLSE!)
Schläuche nicht verdrehen etc
Öl auffüllen (am besten 0,5L oder mehr direkt in den Kopf durch eine Einstellkappe kippen)

Chokeklappe wechseln, sonst aber erstmal nicht am vergaser schrauben (nicht verschlimm bessern)
Einige Kicken erstmal wild, ich habe direkt angeschmissen mit offener Steigleitungsschraube oben.
Kommt Öl, Motor aus und festziehen
Kommt nach paar sekunden kein Öl, Motor aus und wie wedo schrieb leicht Druck auf den Rahmentank geben und wieder anschmeißen.

(Musste ich auch machen, da ungefüllte Ölpumpe eingebaut, hat echt gedauert  :-\)

Und dann spaß haben :)
Öl nachfüllen und Benzin kontrollieren!

Offline timundstruppi

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #20 am: Juli 27, 2020, 16:40 Nachmittag »
Außen gut reinigen!
Gewinde der  Leitungen am Sieb udn Sieb fetten.
Hülse beim Einsetzen fetten, fällt nicht raus.
Motorhalte-, Schwingen- Umlenkung-, Achsen-Schrauben, raus und fetten. Am Schaft, nicht Gewinde.
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Offline timundstruppi

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #21 am: Juli 27, 2020, 16:40 Nachmittag »
Edelstahlschrauben! Raus damit, die fressen gerne. Ist Erfahrung!!!
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Offline timundstruppi

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #22 am: Juli 27, 2020, 16:42 Nachmittag »
Mal sehen, ob wir ihn noch verscheucht kriegen.... ;D ;D ;D

Die Kiste soll ja laufen und halten.
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Offline Iceman

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #23 am: Juli 27, 2020, 19:59 Nachmittag »
Ja aber eigentlich ist ja alles nur gut gemeint!
Nur das vielleicht manch einer mit zuviel Input schonmal etwas konfus wird.
So wie ich bei den Reifen!
Mal sehen wie die Geschichte weiter geht?
Aloha
Gruß Bernd

Offline LasseXR600R

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #24 am: Juli 28, 2020, 13:55 Nachmittag »
Hahaha ihr seid ja genial!!! Eine bessere Anweisung könnte ich mir nicht wünschen!!

Bin tatsächlich etwas erschlagen (wenn ihr wusstet, wie lange ich alleine für den Tausch der Nockenwelle gebraucht habe...) Aber letztendlich ist das ja alles sehr sinnvoll! Nur wann soll ich das bloß alles machen... Habe jetzt auch noch mit einem kranken Baby zu kämpfen, deswegen habe ich von meiner Frau gestern Abend kein frei bekommen. Mal gucken wie es heute aussieht!

Öl- und Filterwechsel + genereller Check + TÜV hatte ich gerade machen lassen (vor meiner 400km Tour). Damals war auch noch kein Klackern zu hören...

Dickes Dankeschön noch einmal!!!

Grüße aus Kiel,
Lasse

Offline Iceman

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #25 am: Juli 28, 2020, 20:07 Nachmittag »
Hi Lasse,
ja Zeit... die muss man sich nehmen.
Aber das kranke Kind geht vor. Klar.
Nur nochmal wie ich es erlebt habe, ohne Bangemachen und sonstigen Scheiss.
Also mal im Ernst/
Wenn du nur einen, dafür gravierenden Fehler machst, bist du bis zum nächsten Start um 1000€ ärmer.
FAKT.
Also lesen und Fragen und dann step by step.
Quasi bis das Öl kommt.
Aloha
Gruß Bernd

Offline LasseXR600R

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #26 am: Juli 31, 2020, 10:39 Vormittag »
Servus! Kurzes Lebenszeichen. Morgen geht's dann hoffentlich in die Werkstatt;)

Bzgl. Der gravierenden Fehler: eigentlich kann mir doch nur einu Problem zum Verhängnis werden: wenn oben im Zylinderkopf kein Öl ankommt. Und das kann ich testen, oder was könnte mir noch zum Verhängnis werden?

Meine große Sorge ist die Pumpe - das sehe ich aber dann.
Bzgl des Sommerrings: alles was ich darüber finde, scheint mir sehr kompliziert. Eigentlich doch kein Muss, dass ich den tausche, oder?

Warte aktuell noch auf die Chokeklappe von Dennis :)

Saludos!!

Offline wedotherest

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #27 am: Juli 31, 2020, 11:28 Vormittag »
Am Simmerring ist nichts kompliziertes. Wenn Du nicht weisst wie alt der ist... raus damit und neuen rein.
Den seitendeckel wo der drin sitzt hast Du doch eh in der Hand.
Mach Dir nicht zuviele Gedanken wegen der Ölpumpe. Fördern tut die auch mit ein paar Riefen noch.
Ich wechsele eigentlich dann auch nur die inneren Rotoren.
Wenn oben an der Steigleitung Öl kommt ist erst mal alles gut.
Typische Stolpersteine sind noch:
- Hülse mit Dichtring an der Ölpumpe fällt raus oder verrutscht. Abhilfe -> mit Fett in der Ölpumpe fixieren
- verdrehter Anschlussschlauch vom Rahmentank. Passiert wenn man die große Überwurfmutter am Rahmen anzieht ohne mit einem Gabelschlüssel den Schlauch gegenzuhalten.
Dann verdreht sich der Schlauch und knickt innen ab so dass kaum noch Öl in den Motor gefördert werden kann.
Gruß, Jörg

Offline LasseXR600R

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #28 am: August 01, 2020, 15:41 Nachmittag »
Danke @wedotherest für die Ergänzungen!


SO! Neben der Herausforderungen des Zeitmanagements musste ich feststellen, dass es in der Werkstatt kein Loctite, kein Schmierfett, keine Ölwanne etc. gibt.... Habe also noch nicht strukturiert arbeiten können.

ABER es gibt eine gute und ein paar schlechte Neuigkeiten!

Basierend auf eurer Hilfe und den wahnsinns Beiträgen von timundstruppi + Junior habe ich die Ventile am richtigen OT eigestellt + das Ventil vorne rechts separat eingestellt + das Problem der manuellen Deko gelöst!
Ergebnis: auf den ersten Kick angesprungen! Der Motor läuft wie eine Eins (wusste gar nicht, dass der so leise ist - bzw. wie bescheuert war ich, mit dem extremen Klackern von vorher noch so weit zu fahren...) UND oben an der Steigleitung sprudelt das Öl nur so! Ist für 600km etwas dunkel - aber das gehe ich ja noch an.

Soweit die gute Nachricht. Jetzt die schlechten:

1. Die (von mir wiederverwendete) Zylinderkopfdichtung ist nicht dicht (im Stand ist Öl ohne laufenden Motor ausgetreten). Siehe Foto anbei: blau = Ölaustritt, schwarz = Ölsammelstelle, Pink = überdrehte Schraube
Werde eine neue Dichtung einbauen, aber meint ihr, die Überdrehte Schraube (die jetzt natürlich nicht mehr fasst) wird trotzdem kritisch sein? Das Gewinde im Gehäuse ist sicherlich hinüber....

2. Habe den Motor 30 Sekunden laufen lassen. Beim Gasgeben relativ stark schwarz geraucht - sonst normal. Einfache Diagnose?


Jetzt erstmal auf die Teile warten. Chokeklappe ist auch eben angekommen!! :)

Grüße!!
Lasse






Offline kaumfahrer

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Re: Manuelle Dekompression fehlerhaft!
« Antwort #29 am: August 01, 2020, 20:51 Nachmittag »
 
das ist nicht die kopfdichtung, sondern die kopfdeckeldichtung  ;)  die sollte man eigentlich nicht wiederverwenden, weil sie so ne wulst hat, die nach dem einbau platt ist.

ich propagiere an der stelle die (unverschämt teure) originale Honda dichtung zu nehmen, weil es kritisch bezüglich durchdrehenden nockenwellenlagern ist, andere sind da anderer meinung.

gewinde: da kommst du doch gut dran - mach n helicoil oder sowas rein! die sollte schon packen, weil ansonsten auch die gefahr besteht, dass sich auf dauer der deckel verzieht.

schwarzer rauch beim gasgeben klingt nicht unbedingt gut. ventilschaftdichtung? da kommen bestimmt gleich noch weitere hinweise.

grüsse!

ps. bei den alugewinden lohnt die anschaffung eines kleinen drehmomentschlüssels...