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8.1.24 alle auf die Straße

Begonnen von schmuddel, Dezember 21, 2023, 20:31 NACHMITTAGS

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schmuddel

tach ock
Es ist ja nur 1 Teil vom großen Kuchen  und es wird nicht besser wenn man auf dem Sofa sitzen bleibt  ;) Noch ist nichts verlohren  Die Bauern gehen in ganz Europa auf die Straße . Frankreich hat ein Teilerfolg die machen aber weiter .
gruß schmuddel
Alles will bewegt werden .TS 50ER,RV50,Derbi Senda 50SM,Beta RR50,KTM125LC2,CRF 230R,Husky500FE,KTM690Enduro,3xHako2000,2xhako 490,Tiguarn,T5 4MO, 0,9T Minibagger,XR600

minimax

Goldhändler profitieren von Zusammenbruchvorhersagen und Untergangsstimmungen insofern gehört die Schwarzmalerei mit zum Geschäft, das läßt die Gold und Silberpreise steigen.

Die letzte Aussage im Video von Greenpeace stimmt nur teilweise. Nicht die Konsumenten entscheiden was auf den Acker kommt sondern die Eigentümer. Das gilt generell für alle Produktionsmittel, ob eine Fabrik Töpfe oder Kanonen herstellt entscheiden die Eigentümer.

Wenn sich die Eigentumsverhältnisse der Produktionsmittel in der Zukunft nicht ändern dann ist der ökologische Untergang unvermeidbar und die Gesellschaft wird in die Barbarei zurückfallen. Es gibt innerhalb des Kapitalismus schon Ansätze einer Veränderung wie z.B. Open Source Projekte, Genossenschaften oder Foodcooperativen.
Wenn einen der Laden so wie er läuft nicht paßt dann muß man den Laden selber übernehmen, das gilt als erstes für die Betriebe in denen die Leute arbeiten. Vereinzelt gab bzw. gibt es Belegschaften die Betriebe übernommen haben und selbst verwalten, aber bisher nur dann wenn die Eigentümer das Unternehmen aufgegeben haben. In der Rezession werden immer mehr Unternehmer ihre Firmen schließen. Für die Lohnabhängigen ist das katastrophal aber aus dieser Not bzw. neuen unklaren Situation können auch neue Alternativen entstehen. Auch wenn sich für die Eigentümer der Produktionsmittel die Produktion nicht mehr rechnet sind die Anlagen noch vorhanden und der Bedarf an Gütern ebenfalls.
Die Unzufriedenheit der Menschen wird immer größer in welche Richtung das führen wird ist bisher unklar, die herrschende Klasse hat schon reichlich Sündenböcke zum opfern in der Reserve.

schmuddel

tach ock
Wunsch denken  8) wenn die Agend 2030 duch ist  gibs keine Landwirschaft mehr  einfach mal Googeln  oder in Unterlagen vom EU Palament schauen
Nur noch künstliche Gemüse, Fleich gibs nicht mehr nur noch Maden ,Würmer,... die fangen jetzt ja schon an Insekten unter zu mischen nur mal ein kleine Aufzählung
Müsli-Riege, Brot und Brötchen, Müsli und Frühstückzerealie,
Backmischungen, Gerichte auf Getreidebasis wie Nudeln oder Pizza
Chips, Erdnussflips und ähnliches Knabberzeug, Schokolade ,Erdnussbutter,......
einfach mal schlau machen . Und das gute ,die Reichsten Leute auf der Welt können bestimmen was es zu Essen gibt .
Ich kann mich nur immer wieder wiederholen glaubt nicht was die Medien sagen mit dem Diesel das ist nur Ablenkung
auch das ist gewollt Tehma DSA
https://www.europarl.europa.eu/factshee ... ienpolitik
Deine Meinungsfreihet. Dann gibt das solche Beiträge hier im Forum auch nicht mehr 072)
https://www.bundestag.de/dokumente/text ... rke-982830
Soll ich noch mehr raus suchen wo für auf die Straße gegangen wird ?
gruß schmuddel
Alles will bewegt werden .TS 50ER,RV50,Derbi Senda 50SM,Beta RR50,KTM125LC2,CRF 230R,Husky500FE,KTM690Enduro,3xHako2000,2xhako 490,Tiguarn,T5 4MO, 0,9T Minibagger,XR600

SB3

Kann Schmuddel nur zustimmen, es ist wirklich ernst jetzt.
Und es läuft weltweit.

@minimax:
Das mit den Goldpreisen stimmt leider nicht, das Gegenteil ist der Fall. Die werden von den Staaten runtermanipoliert, dass ihr wertloses Papiergeld besser aussieht und es keinen "Goldrun" gibt weil die Leute nocht dnken "passt doch alles noch so ungefähr".
Ciao
        
         SB3

minimax

Wo ist der Widerspruch zwischen Gentechnik und dem Bauernverband und was spricht gegen Insekten als Nahrung?
Es gibt doch einen ganz einfachen Grund für die ungesunde Nahrung, das ist der Profit.
Ich hol hier noch mal einen schlauen Spruch aus der Mottenkiste:
"Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens."

SB3

Stimmt sicher alles.

Und wie sieht jetzt dein genauer Gegenentwurf dazu aus?
Du kannst die weltweite Konkurrenz aller Anbieter heute nicht mehr ausschalten oder unterdrücken, es sei denn Du machst es so wie in Nordkorea, oder wie gerade mit allem Rus-sischen.

Wir nähern uns einer Situation an, wie in den frühen 90er Jahren als die Treuhand die Betriebe im Osten zerschlagen und verschrebelt hat. Sicher ist da noch viiiieeel mehr schief gelaufen, aber für die Produkte hätte es vielfach schon noch Abnehmer gegeben, aber bei den Preisen konnte man nicht mehr mitgehen.

Das Problem haben sogar die Bauern in Afrika, sie können nicht so billig produzieren wie das Ausland liefert.

Rein regionale Märkte können höchstens in Nieschen funktionieren, das reicht aber nicht um eine Volkswirtschaft am Laufen zu halten.
Die Weinbauern die sich z.B. genossenschaftlich organisieren sind heute so weit dass der Erlös kaum noch zum Überleben reicht und es nur noch über die Menge geht. Das ist das System EU ..... die ganz Kleinen gehen oft in die Direktvermarktung ohne Genossenschaft um höhere Preise realisieren zu können, die kostendeckend sind. Ich weiß das aus 1. Hand.
Ciao
        
         SB3

minimax

Die Marktwirtschaft ist kein Naturgesetz sondern wurde von Menschen geschaffen und kann deshalb von Menschen auch wieder abgeschafft werden. Ich will mich nicht damit abfinden das meine bzw. unsere Existenz von den Märkten abhängt. Selbstverwaltete Betriebe müssen sich nicht zwangsweise in Konkurrenz zueinander setzen sondern können auch miteinander zusammen arbeiten.
Heutzutage kann es sich niemand Vorstellen ohne Bezahlung zu arbeiten. Alles was man benötigt muß man kaufen. Geld ist der Schlüssel zur Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums. Wenn nicht für den Verkauf sondern für den tatsächlichen Bedarf produziert wird, dann kann man sich den Verkauf auch sparen. Es können nur Dinge Verkauft werden die privates Eigentum sind. Wenn es sich bei den Produkten um ein gesellschaftliches Produkt handelt welches gesellschaftlich produziert wurde gibt es kein privates Eigentum am Produkt. Es macht dann auch keinen Sinn mehr zu produzieren als konsumiert werden kann. Momentan wird alles doppelt und dreifach hergestellt in der Hoffnung es verkaufen zu können. Gesellschaftlich produziert wird heutzutage schon aber mit privaten Produktionsmitteln und die Eigentümer der Produktionsmittel eignen sich die Produkte an und entziehen sie somit der Gesellschaft.
Es gibt keine vorgefertigte Theorie für die Gesellschaft der Zukunft, die muß die Gesellschaft selber in demokratischer Form entwickeln. Ich halte es für Sinnvoll damit anzufangen die Arbeitsbedingungen zu verbessern da man ein Großteil des Tages auf der Arbeit ist. Die GDL will die Arbeitszeit verkürzen bei gleichen Lohn. Das ist eine Verbesserung der Lebensbedingungen. Wenn die Menschen mehr Freizeit haben können sie die Klassenkämpfe besser organisieren. Bewußtseinsbildung braucht auch arbeitsfreie Zeit. Dann kann man sich mal Gedanken machen was seine eigenen Interessen sind und wodurch diese geschädigt werden anstatt sich immer nur in die Köpfe der Unternehmer und Politiker hineindenken zu wollen. 
ZitatDie Streiks sind doch nur um mehr im  Tarief zu haben  das macht jeder.
Es geht nicht einfach nur um den Lohn sondern um die Verteilung des Profits auch das ist eine Form von Klassenkampf bei der die ökonomische Macht des Kapitals angegriffen wird.
Zur Zeit befinden sich die Arbeiter in Argentinien im Generalstreik um die geplanten Gesetzesänderungen der neuen Regierung zu verhindern. Sie nutzen ihre ökonomische Macht der Arbeitskraft in dem sie sie verweigern und das Kapital damit unter Druck setzen. Die Regierung macht die Zugeständnisse nicht weil die Leute auf der Straße sind sondern weil die Betriebe still stehen und das BIP sinkt. Nicht ohne Grund ist in der BRD das Streikrecht stark eingeschränkt im internationalen Vergleich.

Noch was zu den Lebensmittelpreisen. Das Agrarkapital hat ein Interesse an hohen Gewinnen so wie das Industriekapital ebenfalls. Beide Interesse stehen sich gegensätzlich gegenüber. Der Lohn ist der Preis für die Arbeitskraft und muß die Lebenshaltungskosten decken, deshalb hat das Industriekapital ein Interesse an niedrigen Lebensmittelpreisen. 

SB3

Interessante Ansätze, dass muss ich zugeben.
Bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen stimme ich völlig zu, das ist zweifellos richtig und notwendig.
Mich interessiert ehrlich gesagt hauptsächlich was in den nächsten 30 - 35 Jahren passiert in denen ich hoffentlich noch auf dieser Erde herumhüpfen darf.

Ich sehe die Sache mit den neuen "volkseigen Betrieben" kritischer. Das Modell hat sich ja in der Vergangenheit weder als sonderlich ressourcenschonend noch innovationsfördernd erwiesen, denn die Planung (der Funktionäre) hängt immer deutlich hinter der Realität zurück, oder ist gänzlich falsch oder verfehlt.
Es wird also genauso Unsinn und ggf. zu viel produziert wie bei einer Wettbewerbssituation mit Überangebot, oder es reicht eben hinten und vorne nicht weil der Motivator "Gemeinschaft" eben doch ein schwächerer ist.

Der Mensch ist ein Egoist, seine Fähigkeit mit anderen auszukommen ist ausschließlich darauf zurückzuführen, weil es alleine ganz, ganz, ganz früher eben nicht ging. Wenn es das Problem nicht mehr gibt braucht er auch keine Anderen mehr, Gemeinschaft hin oder her. Der Mensch erschlägt auch die Anderen, wenn es ums absolute Überleben geht, gilt Mann gegen Mann, das ist uns genetisch so einprogrammiert. Ein Abweichen davon gibt es höchstens, wenn er einer Ideologie folgt die ihn aufs Glatteis und in den Untergang führt .... es er aber nicht bemerken will.

Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss, das heißt bei "alles gemeinschaftlich" nicht sehr hoch.

Das Problematische am Klassenkampf ist, das der heute von mehr als 98% der Leute gegen das Superkapital geführt wird bzw. geführt werden müsste. Der Mittelbau der "Reicheren" ist am totalen Abschmelzen und nicht mehr sonderlich existent. Die internationalen Konzerne und Investoren die auf allen Gebieten mitmischen wie z.B. Blackrock werden aber zumindest aus momentaner Sicht noch eine ganze Zeit lang auf der Gewinnerseite sein. Der Klassenkampf gegen die mittelständischen Unternehmer ist eher kontraproduktiv und deshalb auch wenig sinnvoll.

Arbeiten ohne Lohn ist ein schönes Hobby, aber ob sowas in der Lage ist Gesellschaften zu tragen, daran habe ich doch so meine Zweifel, denn in jedem von uns steckt noch ein Stück Neandertaler. Der lang schon damals in der Sonne, wenn er sah das es ein paar Dofe gibt, die für ihn den Kram erledigen.
Ciao
        
         SB3

minimax

Auf dem youtube-Kanal "99 zu eins" gibt es eine Analyse der Bauernproteste, das Video geht über 2 Stunden und ist dementsprechend tiefgründig: https://www.youtube.com/watch?v=GCQG9OKIQa0

ZitatIch sehe die Sache mit den neuen "volkseigen Betrieben" kritischer. Das Modell hat sich ja in der Vergangenheit weder als sonderlich ressourcenschonend noch innovationsfördernd erwiesen, denn die Planung (der Funktionäre) hängt immer deutlich hinter der Realität zurück, oder ist gänzlich falsch oder verfehlt.
Wenn du auf die DDR Wirtschaft anspielst, dort gab es nur Staatsbetriebe ohne Mitbestimmung der Arbeiter, wie du ja selber schreibst. Einige Historiker beschreiben die UDSSR als Staatskapitalismus. Ziel war nicht die Nachhaltigkeit oder das Wohl der Arbeiter sondern eine nachholende Industrialisierung und nach dem 2. Weltkrieg das Wettrüsten und die Konkurrenz mit dem Westen. Das Gegenmodel einer autoritären und zentralisierten Planwirtschaft wäre eine demokratische und dezentralisierte Planwirtschaft. Im EDV Bereich gibt es gemeinschaftliche Projekte deren Ergebnisse qualitativ besser als die kommerziellen sind. Das könnte auch in anderen Bereichen möglich sein.   
Ein kommunales Eigentum der Betriebe garantiert nicht notwendigerweise eine Ökologieorientierte Produktion aber die Vergesellschaftung der Produktionsmittel ist eine notwendige Voraussetzung dafür. Kapital und Umweltschutz schießen sich gegenseitig aus, Stichwort Konkurrenz.   

ZitatDer Mensch ist ein Egoist,
Laut Hegel Bestimmt das Sein das Bewußtsein.  Peter Kropotkin hat ein Buch über die Natur des Menschen geschrieben mit dem schönen Titel "Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt".
Zitatseine Fähigkeit mit anderen auszukommen ist ausschließlich darauf zurückzuführen, weil es alleine ganz, ganz, ganz früher eben nicht ging.
Daran wird sich in Zukunft auch nichts ändern. Ohne gesellschaftliche Kooperation läge die durchschnittliche Lebenserwartung wahrscheinlich bei 20 bis 30 Jahren.
ZitatEin gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss, das heißt bei "alles gemeinschaftlich" nicht sehr hoch.
Wie viel die Menschen arbeiten, würde in einer postkapitalistischen Gesellschaft von den Bedürfnissen der Menschen abhängen und von der Entwicklung der Produktionsmittel.

ZitatDer Klassenkampf gegen die mittelständischen Unternehmer ist eher kontraproduktiv und deshalb auch wenig sinnvoll.
Die Marktwirtschaft basiert auf der Verwertung der menschlichen Arbeitskraft, die Arbeitskraft schafft mehr Wert als sie kostet manche sprechen auch von der Ausbeutung der Arbeitskraft. Dieses Prinzip existiert völlig unabhängig von der Größe der einzelnen Unternehmen.

ZitatArbeiten ohne Lohn ist ein schönes Hobby
Lohnarbeit ist eine Form moderner Sklaverei. Da die Arbeiter vom gesellschaftlichen Reichtum ausgeschlossen werden, werden sie zu Lohnabhängigen. Die soziale Unabhängigkeit wäre bzw. ist ein erstrebenswertes Ziel. Ich halte es für sinnvoller für den eigenen Reichtum zu arbeiten anstatt mit Lohnarbeit fremden Reichtum zu vermehren.
Jeder möchte gerne mal in der Sonne liegen aber irgendwann wird das auch langweilig. Ein Mensch der nichts zu tun hat wird auf Dauer Krank.


SB3

Du hast ein sehr schönes Bild entwickelt.

Aber ich glaube nicht an die Funktionsfähigkeit von Planwirtschaft, auch wenn das dezentral vermutlich viel besser ginge als zentral.

Du bauchst immer Leute welche die Pläne machen, was automatisch zu Hirarchien führt, was wiederum automatisch zum Übervorteilen des Einzelnen führt, weil es immer Leute geben wird die versuchen werden sich über die anderen zu erheben.

Im Endergebis führt das dann auch nur zu Frust. Wenn alles demokratisch abgestimmt wird kommt höchstwahrscheinlich auch nur was nicht Tragfähiges heraus, weil vielen eben doch die Expertise fehlt, sie aber mitmischen und ihren Kopf durchsetzen wollen (auch menschlich).

Und selbst wenn, wie sollen solche Syteme mit anderen konkurieren können?
Man wird heutzutage immer auf Austausch und Zukauf angewiesen sein, dafür braucht man Geld in Form von Überschüssen. Ansonsten wäre das Modell höstens für einen teilautarken dahinsiechenden Lebesstiel unter fortwärendem Verschleiß des Status Quo für eine begrenzte Zahl von Menschen umsetzbar.
Das wäre dann sowas Ähnliches was die Amish People in USA so in Anflügen betreiben. Ob das für viele wirklich attraktiv ist?

Die Welt ist außerdem vom Kapitalismus verdorben, das Mindset der Menschen wirst Du so schnell nicht umdrehen.

Außerdem wäre der Weg vom jetzigen völlig tot regulierten System mit irrsinniger Bürokratie hin zu Systemen mit Minimalbürokratie und stark reduzierten Strukturen Lichtjahre entfernt. Das geht nur mit disruptiven Ereignissen die alles vorhandene zerstören.

Ich könnte mir vorstellen das beim weiteren Verfall des Landes und der Welt durchaus mal irgendwann sowas wie freie "Privatstädte" entstehen die sich dann zumindest teilweise vom Irrsinn entsagen können. Ob sowas aber jemals zugelassen würde bleibt fraglich, höchstens im Sinne so einer Art gated Community welche aber höchstwarscheinlich eher aus reicheren Leuten bestehen wird, die sich das kaufen und Sicherheit mit Söldnern herstellen. 
Ciao
        
         SB3

minimax

In der Marktwirtschaft geschieht auch nichts durch Zufall, alles wird detailliert geplant aber nicht zur Befriedigung der tatsächlichen Bedürfnisse sondern zur Erzielung des größtmöglichen Mehrwerts zum Zwecke des Kapitalwachstum, alle Gewinne werden reinvestiert also die Verwertung des Werts als Selbstzweck. Ich wüßte nicht was gegen eine bedürfnisorientierte Produktion spricht.   
ZitatDu bauchst immer Leute welche die Pläne machen, was automatisch zu Hirarchien führt, was wiederum automatisch zum Übervorteilen des Einzelnen führt, weil es immer Leute geben wird die versuchen werden sich über die anderen zu erheben.
Stell dir einen Verein vor in dem die Menschen freiwillig mitmachen weil sie ein gemeinsames Interesse haben welches ihnen viele Vorteile bringt. Wenn der Verein basisdemokratisch organisiert ist hat man eine egalitäre Gesellschaft ohne Hierarchien. Dein konstruiertes Menschenbild entspricht nicht den sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Begriff "Der Mensch" unterstellt ein gemeinsames "Wir" und ignoriert den aktuellen Zustand der Gesellschaft als Klassengesellschaft. Als private Eigentümer in der Konkurrenz denken die Menschen auch wie Eigentümer. Es gibt kein pauschalisiertes Wesen namens der Mensch. Irgendwelche Arschlöcher wird es wahrscheinlich immer geben.
ZitatUnd selbst wenn, wie sollen solche Syteme mit anderen konkurieren können?
Ich verstehe nicht warum Konkurrenz eine Rolle spielen sollte wenn man sie überwinden will. Der Staatssozialismus ist nicht an der Konkurrenz gescheitert sondern an seinem Zweck und das waren nicht die Bedürfnisse der Menschen sondern schnelles Wachstum auf kosten der Menschen. Das fing schon 1921 mit der NÖP(Neue Ökonomische Politik) an und endete mit der Rekapitalisierung der Staatsbetriebe welche 1986 auf dem Parteitag der KPdSU beschlossen wurde. 4 Jahre später beschloss die KPdSU ihre Selbstauflösung. Hierzulande erzählt die herrschende Klasse das Märchen von der friedlichen Revolution und fantasiert irgendwas vom Wille des Volkes. Der sozialistische Staat hatte kein Interesse mehr am Sozialismus weil er ihn für seine Zwecke hinderlich fand. Den Parteikadern war der Sozialismus egal die hatten andere Interessen.
ZitatMan wird heutzutage immer auf Austausch und Zukauf angewiesen sein, dafür braucht man Geld in Form von Überschüssen.
Wenn für den gesellschaftlichen Bedarf produziert wird bedarf es keines Warentauschs. Die Produkte wären dann nur noch Güter und keine Waren mehr und hätten als Gemeineigentum auch keinen Preis der sie von den Menschen trennt. Um aus dem Warentausch raus zukommen bräuchte es ein Netzwerk aus nicht kommerziellen Betrieben je größer das Netzwerk desto unabhängiger und effektiver wäre es. Produktion für den Bedarf ist keine Produktion für den Verkauf. Vor dem Tausch steht die private Aneignung und der Ausschluß der Gesellschaft, erst dadurch wird der Tausch zu einem notwendigem Zwang. Den Tausch gibt es seit Ewigkeiten er muß aber nicht der alleinige Zweck der Produktion sein. Seit dem 18Jhd unterscheiden die Ökonomen zwischen Tauschwert und Gebrauchswert für die Gesellschaft ist nur der Gebrauchswert von Interesse.
ZitatDas wäre dann sowas Ähnliches was die Amish People in USA so in Anflügen betreiben. Ob das für viele wirklich attraktiv ist?
Ich kenne keinen Betrieb in dem keine Mikroelektronik eingesetzt wird. Die Digitalisierung der Produktion könnte die Arbeitszeit um die Hälfte senken. Das wird in der Marktwirtschaft aber nicht passieren, dort wird die Quantität erhöht bei gleichzeitigen Stellenabbau. Diejenigen die nicht wegrationalisiert werden müßen noch genauso lange Arbeiten wie vor 100 Jahren. Ich kann nicht verstehen warum die Menschen ihr Glück in der Marktwirtschaft suchen wollen. Das sie es sollen und müssen ist das eine das sie es auch selbst wollen was anders. Je mehr Glücksversprechen scheitern desto unattraktiver wird die Marktwirtschaft. In einer Art basisdemokratischer Räterepublik können die Leute ihre Ziele selber festlegen und wenn die Mehrheit den totalen Luxus will müssen sie halt ordentlich ranklotzen, aktuell arbeitet die Mehrheit für den Luxus einer Minderheit.   

schmuddel

tach ock
Da geht die Richtung hin
https://www.youtube.com/watch?v=6M6vSufW8h8

Es gibt nur 2 Möglichkeiten ! Endweder man geht auf die Straße . Oder man nimmt es hin weil man es so will.
Ich gehe auf die Straße  weil ich so nicht leben will .
gruß schmuddel
Alles will bewegt werden .TS 50ER,RV50,Derbi Senda 50SM,Beta RR50,KTM125LC2,CRF 230R,Husky500FE,KTM690Enduro,3xHako2000,2xhako 490,Tiguarn,T5 4MO, 0,9T Minibagger,XR600

minimax

Amelie Lanier aus Wien hat auf ihrem Internet Blog über die Bauernproteste ein paar interessante Fakten zusammen getragen: https://nestormachno.alanier.at/landwirtschaft-heute/

ZitatIch könnte mir vorstellen das beim weiteren Verfall des Landes und der Welt durchaus mal irgendwann sowas wie freie "Privatstädte" entstehen die sich dann zumindest teilweise vom Irrsinn entsagen können. Ob sowas aber jemals zugelassen würde bleibt fraglich, höchstens im Sinne so einer Art gated Community welche aber höchstwarscheinlich eher aus reicheren Leuten bestehen wird, die sich das kaufen und Sicherheit mit Söldnern herstellen.
So wie Neom in Saudi-Arabien: https://www.youtube.com/watch?v=hdfdahCBUMM
Für den Bau hat das Militär die Ureinwohner mit Gewalt vertrieben oder getötet. Für die Zukünftigen Einwohner dieser Zone sollen die Gesetze Saudi-Arabiens nicht gelten.
Wie dann der Rest der Menschen lebt kann man hier nachlesen: https://www.n-tv.de/panorama/In-Las-Vegas-geheimen-Tunneln-broeckelt-die-Glitzer-Fassade-article24727553.html 
In Nevada leben ca. 3 Millionen Menschen 500000 davon können sich keine ausreichende Ernährung leisten. Früher hungerten die Menschen wenn es nichts zu Essen gab, z.B. durch Mißernten, heute hungern Menschen auch wenn ausreichend zu Essen vorhanden ist.

SB3

Alles richtig, aber wie soll denn eine echte Veränderung hin zu einer sinnvolleren Produktionsweise stattfinden. Während der letzten Kriese hat sich gezeigt das mindestens 50 - 75% der Leute Idioten ohne Gehirn sind, die genauso in jede Schlacht laufen wie vor 1000 Jahren und auch ihren Allernächsten ans Messer liefern, wenn man es ihnen lange gunug weis macht, dass es nötig wäre. Alle hängen ständig im Internet und sind doch nicht klüger wie vor 100 Jahren, weil sie die anderen Infomationen nicht nutzen können oder wollen. Alle unfähig sich selbst eine Meinung zu bilden, oder zu faul oder feige dazu.

Der von Schmuddel gepostete Link zeigt die unmittelbar bevorstehnden Gefahren. So sehe ich das auch.

Die Räterepublik wird ja durch willkürlich ausgewählte Personen in gewissen Gremien welche die Entscheidungen der Politik legitimieren sollen schon schleichend vorbereitet. Davon halte ich nichts.

Meine eigenen Erfahrungen in Vereinen sind nicht die allerbesten, besisdemokratisch war das nicht unbedingt.

Man darf auch nicht vergessen das sogar die Soziologie seit den 60er Jahren massiv manipuliert wurde. Die sogenannte frankfurter Schule wurde, wie man heute weiß, zu großen Teilen von der CIA finanziert und beeinflusst. Es ist nichts so wie es scheint und oft gibt es sogar mehrere Realitäten je nach Zugang.

Ich habe ehrlich gesagt wenig Hoffnung für Veränderungen zum Besseren, uns stehen 30 Jahre Niedergang und möglicherweise bewaffnete Konflickte ins Haus, weil Global Player eben nicht so einfach untergehen wollen.
Ciao
        
         SB3

minimax

ZitatDie Räterepublik wird ja durch willkürlich ausgewählte Personen in gewissen Gremien welche die Entscheidungen der Politik legitimieren sollen schon schleichend vorbereitet. Davon halte ich nichts.
Wer bereitet die Räterepublik vor? Ich habe bisher nichts davon mitbekommen.
Wahrscheinlich handelt es sich um ein Mißverständnis, in einem Rätesystem werden die Räte gewählt.
siehe Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4terepublik

ZitatMeine eigenen Erfahrungen in Vereinen sind nicht die allerbesten, besisdemokratisch war das nicht unbedingt.
Und trotzdem vereinen sich die Leute um ihren Interessen nachzugehen. Wenn die Mehrheit der Mitglieder mit dem Verein unzufrieden ist kann die Mitgliederversammlung die Satzung ändern. Wenn die Mehrheit mit dem Vorstand unzufrieden ist kann die Mitgliederversammlung den Vorstand abwählen.
Das ist wesentlich fortschrittlicher als das System der indirekten Demokratie mit seinen parlamentarischen Vertretern. Es war noch nie eine gute Idee seine eigenen Interessen vertreten zulassen.