XR600 - Forum

XR650R - Fragen und Antworten => Motor-Fahrwerk-Elektrik... => Thema gestartet von: drehorgel am Oktober 06, 2020, 20:39 Nachmittag

Titel: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 06, 2020, 20:39 Nachmittag
Hallo,

ich bin hier neu im Forum.  Bevor ich an die 60 Jahre gehe, habe ich mir auf die schnelle eine XR 650r gegönnt. Ich bin dabei

die XR ein wenig abzuspecken. Nebenbei habe ich noch eine Kawa ZRX 1200R, bei der ich das Thema Leichtbau zum Teil schon umgesetzt

habe. Wenn ihr Tips und Bezugsadressen für Umbauten und Teile habt, bitte Antworten.

MfG
drehorgel
 
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: schmuddel am Oktober 06, 2020, 21:22 Nachmittag
tach ock
das meiste holst bestimmt aus dem auspuff raus  titan   ;D ansonsten ja das übliche lichtanlage  blinker ich glaube die hat auch einen aku da kannst das gewicht auch auf die hälfte runtersetzen .... ich könnte mir vorstennen 10kg ginne  bestimmt
gruß schmuddel
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 06, 2020, 21:58 Nachmittag
Ich habe noch den ori Krümmer und einen leovince ESD dran. Eine Akra-Anlage gibt es anscheinend auf den Merkt nicht mehr.

Bisher habe ich einen  digi-Tacho von Trail Tech dran. Die Tachschnecke fliegt dabei raus, das hat knapp 0,5 kg gebracht.

Ein paar Titanschrauben sind auch schon dran. Zur Zeit drehe ich mir eine Vorderachse aus Titan. Alu-Lenker ist auch schon bestellt,
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: xr am Oktober 06, 2020, 22:01 Nachmittag
Habe noch eine FMF-Anlage, bei Interesse
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: timundstruppi am Oktober 06, 2020, 22:32 Nachmittag
Den beste Erleichterung habe ich, wenn ICH abspecke. ;)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am Oktober 10, 2020, 00:40 Vormittag
... servus mal wieder   ;D

Interessantes Thema !
Für mich selbst stelle ich fest, dass es hier nicht primär um die SinnFrage geht sondern um eine konsequente Umsetzung ... in Summe spart man da sicher einiges an "Ballast" ein.
TitanSchrauben sind nicht wirklich günstig; jedoch wenn es einem das wert ist ... warum nicht ... das Gramm steckt im Detail !

Viel Erfolg bei der GewichtsKur  ;t)

best Greez aus M & ein nice WE
wünscht Euch
der Robin
 ;)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: schmuddel am Oktober 10, 2020, 07:46 Vormittag
tach ock
bei meiner ktm und huski sind die achsen holgebohrt 
hat die 650er schon einen aluständer? Ritzel gibs auch mit löcher sonst selbst welche reinbohren
gruß schmuddel
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 10, 2020, 21:51 Nachmittag
Ich denke 15-20 kg Gewichtersparnis sind drin.
Ich kann nur Quervergleiche zu meiner Kawa ZRX 1200R ziehen.
Da liege ich zur Zeit bei 44 kg Gewichtsersparnis gegenüber der Serie.
Da sind noch gute 10 kg drin, bzw. zum Teil in Arbeit.
Titanschrauben sind teuer, gerade wenn sie von Poggipolini sind. Probolt
reicht auch aus. Die größeren Schrauben mache ich selber, bei den
kleineren lohnt sich der Zeitaufwand nicht zum Kaufpreis.
Ritzel mit Löchern ist bestellt.
Die originalen Steckachsen sind Hohlgebohrt. Die kann man ebenso
aus Titan machen. Den original Ständer habe ich mir bereits angeschaut.
Den kann man aus Alu machen wie auch die Ständeraufnahme am Rahmen.
Das Ganze dauert natürlich, da viele Einzelanfertigungen gemacht werden müssen.


Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am Oktober 10, 2020, 22:54 Nachmittag
Ich denke 15-20 kg Gewichtersparnis sind drin.
...
Titanschrauben sind teuer, gerade wenn sie von Poggipolini sind. Probolt
reicht auch aus.
...

... das denke ich auch - beschäftigst Dich ja sicher nicht erst seit gestern mit der Thematik  ;)
Praktisch auch dass man sich als "DrehOrgel" einige Schrauben/Wellen selbst herstellen kann ...

best Greez aus M & nice WE wünscht
der Robin
 :dr4
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 11, 2020, 10:38 Vormittag
Der Spitznamen Drehorgel habe ich mal bekommen aufgrund der hohen Drehzal an meiner Rennmofa.
Wir sind eine kleine Gruppe verrückter ZRX Schrauber, die das Thema Leichtbau auf die Spitze treiben.
Darunter sind auch Zerspanner.
Ich stehe auf den Standpunk, dass man PS nur zum gerade ausfahren braucht bei höheren Geschwindigkeiten.
Dem gegenüber hat der Leichtbau Vorteile beim handling, Anbremsen, Beschleunigung, etc..
Viele in der Motoradszene legen zuviel Wert auf Optik und vergessen eine gute Fahrbarkeit des bikes.
Es muss nur brutal und schnell aussehen.
Bei einen gut gemachten bike ergibt sich die Optik von selbst.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: timundstruppi am Oktober 11, 2020, 11:07 Vormittag
Ach, da ist doch nur der Weg das Ziel, die meisten nutzen das dann doch weniger.
Warum soll ich mir am Rennrad einen 170gr Carbonsattel für 200Euro holen und eine Hose mit Bindendämpfer tragen? Können die machen, wenn sie ihren Spaß haben. Ein Kollege hat mal gesagt, das beste Training ist mit rostiger Kette fahrradfahren ;D. Recht hat er, es geht aber auch um anderes...

Es ist Hobby.

Ich fahre in Hoope mit einer XL500R mit XR Gabel und hinten höher gelegt. 150kg und selbst mit Krempel dann >110.
Man wird oft schräg angeschaut beim Abladen aus dem Planenhänger. Junior fährt eine XR DV. Optisch fast Ratbikes.
Nach dem Starten schauen sie anders und beim Fahren kommt nicht jeder vorbei. Oder sie räumen freiwillig das Fsld wegen des Sounds. Meist will man aber nicht vorbei, sondern einfach nur seine Runden drehen. ::-)

An den Steigungen sieht man oft verhungerte 2T Fahrer. Können am Berg bei Anfahren dann nur Buddeln oder Abwürgen..

Im Schlamm fährt die XL mit 13/50 statt 15/41 wie ein Unimog. Liegt der Motorschutz auf, kann man absteigen und sie alleine fahren lassen. ;D
LIegt man im Dreck ist es aber schwerer hochzukommen.

Eine XR mit 30 kg weniger wäre dort schön, aber haltbar? Lieber wäre ich 30 Jahre jünger und wieder 90 kg schwer.

mindestend 5 kg Schlamm ;D

(https://i.ibb.co/TRr9kMq/20191019-110347.jpg) (https://ibb.co/TRr9kMq)

(https://i.ibb.co/x7XN7XC/20191018-173035.jpg) (https://ibb.co/x7XN7XC)

(https://i.ibb.co/GkhRm6b/20191018-173031.jpg) (https://ibb.co/GkhRm6b)

(https://i.ibb.co/wRN8c5n/20191018-173003.jpg) (https://ibb.co/wRN8c5n)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 11, 2020, 11:38 Vormittag
Hallo timundstruppi,
ich stimme dir voll zu. Ich werde auch komisch angeschaut, wenn ich mit meiner Rennmofa auf der Starße fahre.
Es ist halt hobby und jeden das seine.
Eine XL 500r habe ich auch noch stehen, aber nicht fahrbereit.
Hat gegenüber der XR 650r gut bums von unten. Mit der bin ich groß geworden.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: timundstruppi am Oktober 11, 2020, 11:39 Vormittag
Meine andere XL500R habe ich seit 1985...
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 11, 2020, 13:24 Nachmittag
Meine XL 500r habe ich mir 1982 mit 18 Jahren neu gekauft.

Leider ist der Motor nicht sehr standfest. Ich habe den letzten Übermaßgröße des Kolbes von Honda drin.

Jetzt müsste ein neuer Kolben von Wössner rein. Dazu eine neue Steuerkette, Nockenwelle und Kipphebel.

Die Ventile und Ventilsitze müssten auch aufgefrischt werden. Dazu habe aber in Moment keine Zeit.

Hat du einen rechten Seitendeckel liegen ?
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: timundstruppi am Oktober 11, 2020, 13:55 Nachmittag
Neh, nicht über...
Frage bei XL500.de nach
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am Oktober 11, 2020, 17:20 Nachmittag
Der Spitznamen Drehorgel habe ich mal bekommen aufgrund der hohen Drehzal an meiner Rennmofa.
...

... ach, cool - ich dachte es wäre eine Metapher explizit was den Beruf mit zerspanenden Tätigkeit (Dreher) angeht.
 ;)
Da wäre eine AnschlussFrage was der/die/das "RennMofa" angeht:
Ist "RennMofa" eine weitere Metapher so wie "RennSemmel" für eine Racer-StraßenMaschine oder geht´s da echt um eine Art Moped das aufgebrezelt wurde ...  ???

Die Sache mit dem LeichtBau verstehe ich; ist im eigentlichen Sinne zur Verbesserung der FahrEigenschaften zielführend.
Geringere ungefederte Massen z.B., weniger MassenTrägheit usw ... führt zu agileren Fahrverhalten da sich u.A. auch die LosbrechMomente ändern ...

best Greez & einen tollen SonntagsTag
wünscht aus M
der Robin
 ;t)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 22, 2020, 21:33 Nachmittag
Bei der Mofa handelt es sich eigentlich um ein Moped. Es ist Hercules Optima 50, baugleich mit der Hercules Prima 5S. Nur eben die

Mopedversion. Ich habe da einen 80ccm Satz drauf und gut abgestimmt.

Beim Leichtbau geht es ums handling und damit um den Fahrspass. Nebenbei ergeben sich bessere Bremsleistungen, Beschleunigung etc.

Besteht interesse was ich an meiner XR mache bzw. soll ich hier im Forum  ab und zu mal etwas reinstellen.

Oft ist es Kleinkram, aber in der Summe bringt es was. Ist halt eine Macke von mir und die beste Art Zeit und Geld zu verbrennen.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am Oktober 23, 2020, 00:00 Vormittag
Bei der Mofa handelt es sich eigentlich um ein Moped. Es ist Hercules Optima 50, baugleich mit der Hercules Prima 5S.
...
Besteht interesse was ich an meiner XR mache bzw. soll ich hier im Forum  ab und zu mal etwas reinstellen.

Oft ist es Kleinkram, aber in der Summe bringt es was. Ist halt eine Macke von mir und die beste Art Zeit und Geld zu verbrennen.

Servus mal wieder nach längerer Zeit ...  ;D
... aha - also keine Metapher sonder echt ein MoPed.
Viele schreiben von "MoPed´s" meinen aber große Maschinen - danke für die Erklärung !

Ob Interesse besteht an dem was Du an Deiner XR so machst ... ?
War der Satz eine FrageStellung da ich lediglich einen Punkt und kein "?" am Ende gefunden habe oder war´s eine dahingeschriebene Aussage  ???
Prinzipiell denke ich, dass sicher Einige dran interessiert wären was "Andere" (in diuesem Falle Du) so mit ihren XR´s anstellen.
Leider - und dass fällt mir in letzter Zeit doch relativ beträchtlich auf - kommen immer weniger Beiträge und so genannte "Heiße Themen" die für DiskussionsStoff sorgen
was ich für meinen Teil sehr schade finde.  :-X
... dies wohl angemerkt TROTZ der Tatsache dass ich nicht gerade durch FachWissen in Sachen XR glänze.
Das bringt das Forum zum Erlahmen und hoffentlich nicht auch noch zum Erliegen.

Was den "KleinKram" in Sachen Leichtbau angeht - das ist klar dass in Summe jedes Gramm in´s Gewicht fällt.
Und es ist keinerlei als "Geld verbrennen" zu bezeichnen wenn Du dahinter stehst und es Dir Spaß macht ...  also heize gern weiter ein solange es BrennMaterial gibt ;)
Daran fehlt´s mir leider und nach dem Motto "Brenna dat´s guat" hab ich leider nix was abzufackeln wäre 
(https://i.ibb.co/5hNvN17/smilie-happy-251.gif) (https://imgbb.com/)

best Greez aus M & ´nen tollen FreitagsTag
wünscht Dir/Euch
der Robin
 ;)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: agkon am Oktober 24, 2020, 08:24 Vormittag
Hallo Drehorgel,
finde das Thema sehr spannend, habe mich auch mit Erleichterung von der XR befasst. Habe bei meiner unnötige Sachen weggelassen, wie das Rahmenheck, leichteren Endschalldämpfer.
Habe mir sehr viele Titan und Alu Schrauben gekauft und verbaut, jetzt befasse ich mit Titan Radachsen für vorne und hinten, bin auf der suche, wer mir sowas anfertigen/ drehen kann.
Mein Freund mit der Drehbank/alt traut sich da nicht ran, es sind ihm die Achsen zu lang.
Deswegen immer her damit, vor allem es postet hier kaum noch einer.
Fahre auch selber Mofa Cross, in Kerpen und Nörvenich, habe auch an diesem Thema interesse-
LG agkon
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: minimax am Oktober 25, 2020, 00:06 Vormittag
Zitat
Ein paar Titanschrauben sind auch schon dran. Zur Zeit drehe ich mir eine Vorderachse aus Titan.
Die Streckgrenze von Titan ist im Vergleich zu Stahl schon sehr bescheiden. Wenn die Schrauben nicht groß vorgespannt werden müssen ist das kein Problem aber eine Radachse aus Titan wäre für mich ein absolutes no go.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: wedotherest am Oktober 25, 2020, 09:52 Vormittag
Ich hab da auch so meine Bedenken. Ehe man sich an so was (also nicht nur das weg lassen von Teilen) wagt
sollte man sehr genau wissen welche Materialien wo geeignet sind.
Ich erinnere mich noch gut an die frühere Veranstaltung von der Motorrad-Redaktion wo die getunte
Motorräder der Leser getestet hatte (u.a. Höchstgeschwindigkeit). Fast zur Katastrophe geführt hätte damals,
das sich bei einem Motorrad beim abbremsen (wollen) die Bremssättel verabschiedeten.
Der Herr Leichtbau-Besitzer hatte gemeint das an der Bremse wohl Alu-Schrauben eine gute Idee sind.......
Holger Aue hatte zu dem Thema auch einen guten Comic.   ;D
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 25, 2020, 11:51 Vormittag
Hallo minimax,

im bezug zur Streckgrenze beziehst du dich vermutlich auf Reintitan. Das ist wirlich sehr weich. Ich verwende

Titan Grade 5. Die Festigkeit ist vergleichbar mit einer 10.9 Schraube bzw. wenn das Material auf bestimmte Durchmesser gezogen wird,

dann hat es die Festigkeit von eine 12.9 Schraube.

Alu Schrauben an Sicherheitsteilen ist ein no-go.

@Agkon,

bei mir sind auch letzte Woche Schrauben aus Titan uns Alu angekommen. Hab mich für Poggi Polini entschieden. Sind halt die besten.

Nebenbei habe ich mir ein paar Schrauben selber gemacht, die man so nicht kaufen kann. Ich kann mal ein Bild reinstellen.

Meine Vorderachse versuche ich im Verlauf der nächsten Woche fertiig zu bekommen.

Ebenso sind bei mir Chiina Spiegel aus Kunstoff eingtroffen.Der Spiegel wiegt 32g. Ich habe 10 Stück für 11,38€ bekommen.

Der Spiegel reicht aus um über öffentliche Straßen ins Gelände zu fahren.

Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: agkon am Oktober 25, 2020, 14:31 Nachmittag
Hallo Drehorgel,
danke für deine Rückmeldung, die Idee mit den Bildern senden, finde ich sehr gut. Mein Interesse ist geweckt, Bilder von den Achsen, Spiegeln sowie von deinen selbstgemachten Schrauben, bin beim Gewicht Sparen, sehr auf andere Vorschläge und Ideen gespannt.
Hoffe auf Rückmeldung, es gab im Forum auch jemanden der sehr vieles aus Alu gemacht hat, für XR und ich glaube für Harleys, sehr Interessante Sachen/ Bilder dabei, aber lange nichts mehr von gehört/ gelesen.
LG agkon
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: agkon am Oktober 25, 2020, 15:20 Nachmittag
Hallo, hier unsere Rennmofas fürs Cross Rennen.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 25, 2020, 17:36 Nachmittag
Hier mal die Titanschrauben für den hinteren Kotflügel.

Die dritte Schraube ist gerade in Arbeit.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am Oktober 26, 2020, 16:14 Nachmittag
Hier mal die Titanschrauben für den hinteren Kotflügel.

Die dritte Schraube ist gerade in Arbeit.

Coole Sache wenn man die Schrauben selbst herstellen kann ... sind die "aus dem Vollen" gefräst ?  :o
... was den hohlgebohrten SechsKantkopf angeht wüsste ich nicht wie dieser herzustellen wäre.

Beim Wort "Titan" denke kommt mir automatisch immer die Erinnerung an die TitanFLEX-Brillenfassungen welche mal absolut hip waren (mitte 90er jahre glaube ich war das).
Davon abgeleitet dachte ich mir, dass die technische EastizitätsGrenze (rp 0,01) generell relativ hoch liegt ...
Aufgrund dessen ist eine spanende Bearbeitung wohl auch sehr schwer hätte ich gemeint.
Aber klar; wenn´s da auch unterschiedlichste Legierungen gibt dann ändert es die Situation beträchtlich
Interessant was man hier so erfährt  ;)

... allerdings hätte ich so meine Bedenken was die ABE angeht wenn man größere Bauteile (wie z.B. eine Achse) durch ein selbstgebautes TitanÄquivalent
ohne Prüfnummer ersetzt.  :-X

best Greez & nice Woche wünscht aus M
der Robin
 ;D
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: minimax am Oktober 27, 2020, 16:26 Nachmittag
Zitat
Hallo minimax,

im bezug zur Streckgrenze beziehst du dich vermutlich auf Reintitan.
Natürlich nicht und bei den erwähnten Aluschrauben wird es sich auch um eine Aluminiumlegierung gehandelt haben.
Ich hatte an meinen MX Krad das Problem, das sich die originale Radachse vom Hinterrad gebogen hat. Hatte mir dann eine aus Cromo gedreht und die ist gerade geblieben.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 27, 2020, 20:32 Nachmittag
Gerade fertig geworden die vordere Steckachse.

Für die Hohlbohrung des  17mm Außendurchmessers hatte ich nur einen

überlangen 8,0 mm Bohrer. Serie ist die Hohlbohrung 8,5 mm.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: wedotherest am Oktober 28, 2020, 08:28 Vormittag
Und wie viel leichter als die originale ist Dein Nachbau nun?
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: agkon am Oktober 28, 2020, 08:31 Vormittag
Super, sehr tolle Arbeit, bin begeistert. Wenn du es verkaufen würdest, bitte PN an mich, vielleicht kommt man ins Geschäft.
Bitte um weitere Infos, bin voll auf deiner Seite und bin auf weitere Ergebnisse gespannt.
LG
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 28, 2020, 08:52 Vormittag
Die Titan Steckachse wiegt 192g
gegenüber 312g  der Serienachse.
Mal sehen was die Hinterachse bringt.
Die wollte ich dieses Jahr noch machen.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: wedotherest am Oktober 28, 2020, 09:01 Vormittag
Das klingt schon mal gut.
Ich war damals bei der 600er schon sehr erstaunt was es vom Gewicht her für ein Unterschied
zwischen den Magnesium- und den Alu-Motordeckeln ist.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 28, 2020, 13:08 Nachmittag
Von der Dichte her, sollte das ca. 1/3 Gewichtseinsparrung bringen. Ich hatte mal Magnesium Rundmaterial.
Das oxidiert so häßlich an der Luft. Erst metalisch glänzend und nach einiger Zeit dunkelgrau, matt und fleckig.

Ich muss mal schauen wo ich mit den Gewicht insgesamt liege. Die XR soll ja 140kg mit vollen Tank wiegen.
Hat jemand hier im Forum seine xr 650r schon mal gewogen ?
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: wedotherest am Oktober 28, 2020, 14:09 Nachmittag
Deswegen sind die Motordeckel auch bronzefarben lackiert.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: schmuddel am Oktober 28, 2020, 17:12 Nachmittag
tach ock
nur mal son tip ich habe 3 kolegen wo der bolzen schon verbogen ist  an einer huski 350 und 500er und eine ktm 450  alle mit 22mm bolzen  ;) der vorgänger hatte 26er bolzen  also vorsicht könnte lebengefährlich werden
 den bericht mit den alu schrauben an der bremse habe ich auch gelesen  das aber schon lange her  ;D
gruß schmuddel
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 28, 2020, 21:19 Nachmittag
Hallo,
danke für eure besorgtheit, aber ich habe absolut keine bedenken.
Die original Achse ist butterweich, das habe ich mit einer Feile ausprobiert.
Mein Titandealer verarbeitet das Grade 5  für die Luftfahrt und ich bekomme die Reststücke.
Aus China würde ich kein Titan kaufen. Ich war lange Zeit in der Medizintechnik.
Wir haben unter anderen Knochennägel aus Titan und hochwertigen Stahl hergestellt.
Hinsichtlich der werkstofflichen Kennzahlen ist das Titan Grade 5 selbst den hochwertigen
Stählen überlegen die wir verarbeitet haben. Wenn ich wieder auf der Arbeit bin (zur Zeit Urlaub), dann kann ich an beiden
Werkstoffen eine Härteprüfung machen. Es gibt Umrechnungtabellen für Stähle, wo man über die Härte
die Zugfestigkeit bestimmen kann. Ebenso könnte ich eine Spektralanalyse machen zur Wekstoffbestimmung.
Dazu müßte ich aber die Serienachse anschleifen um eine ebene Fläche für die Prüfung zu bekommen.
Damit wäre die Serienachse nicht mehr verwendbar.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: timundstruppi am Oktober 29, 2020, 07:13 Vormittag
Mit Härte auf Zugfestigkeit umrechnen? ???
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: schmuddel am Oktober 29, 2020, 19:31 Nachmittag
tach ock
bei den achsen  wo von ich rede haben ein tüv gutachten  also wurden mal mit dem fahrzeug zusammen  zugelassen  und für gut befunden  ich muß mal googeln aus welchen materrial die sind  alu ist es nicht  ;D
gruß schmuddel
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am Oktober 31, 2020, 02:40 Vormittag
...
danke für eure besorgtheit, aber ich habe absolut keine bedenken.
...
Ich war lange Zeit in der Medizintechnik.
Wir haben unter anderen Knochennägel aus Titan und hochwertigen Stahl hergestellt.
... Wenn ich wieder auf der Arbeit bin (zur Zeit Urlaub), dann kann ich an beiden
Werkstoffen eine Härteprüfung machen.
...

Servus mal wieder ...  ;D

Nja - wenn Du MaterialTechnisch so zusagen "vom Fach" bist dann weißt höchstwahrscheinlich sehr wohl was Du tust  ;)
 
... ähm apropos HärtePrüfung; die wird dann nach Brinell (ISO 6506) gemacht - also mit der Kugel die ins zu prüfende Metall gedrückt wird ?  :o
Oder doch nach Vickers bzw Rockwell.
Wie auch immer; HärtePrüfung is klar - aber das mit der Umrechnung nich ???

best Greez aus M
& ein tolles WE wünscht Dir/Euch
der Robin
 ;t)

PS.: & wie immer: g´sund bleiben !
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 31, 2020, 11:12 Vormittag
Ich muss es wohl in Vickers machen, da die Serienachse
sehr weich ist und man mit Rockwell (HRC) nicht so weit runter kommt.
Mal schauen wo wir liegen.
Die Umrechnungstabellen sind eigendlich Standart. Die findet man auch im Netz.
Im Motorrad Rennsport sind Titanachsen mit sehr geringen Wandstärken eigendlich gängig.
Darum bin ich ein bißchen verwundert über die Skepsis  zu diesen Thema.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: timundstruppi am Oktober 31, 2020, 11:14 Vormittag
Mit Härte auf Zugfestigkeit umrechnen? ???

Geht das?

Aber einmal richtig entschlacken bringt mehr ;D als eine Titanachse, aber der Weg ist das Ziel.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: wedotherest am Oktober 31, 2020, 12:28 Nachmittag
Dazu hat ein Chirurg mal bemerkt: "Ich hab schon zu ziemlich alles von einem Menschen in der Hand gehabt. Schlacke war da nie dabei...."  ;D
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am Oktober 31, 2020, 13:08 Nachmittag
Da muss ich mal eins drauf setzen.
Entschlacken + Titanachse, wir machen keine halben Sachen.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: agkon am Oktober 31, 2020, 13:43 Nachmittag
Hallo Drehorgel,

habe mit allem gerechnet, aber deine Antwort/ Bemerkung SUPER.
Bin voll bei dir, Titan ist ein sehr harter Werkstoff, wird auch im Rennsport benutzt.
Richtig verarbeitet sehe ich keine Bedenken, lass dich nicht entmutigen, bin auf weitere Ergebnisse gespannt.
Sobald mein Dreher es mir machen sollte, präsentiere ich dir auch meine Ergebnisse.

LG und bleib Gesund
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: mxmogli am Oktober 31, 2020, 19:11 Nachmittag
Ich würde so etwas nicht machen!
Wenn ich eine leichte Enduro möchte dann kauf ich mir eine!
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: schmuddel am November 01, 2020, 07:09 Vormittag
tach ock
darum steht bei mir  eine  501er huski im stall und für die straße eine orange 690er ;D
aber egal  ein bischen wird schon gehen bei der xr
gruß schmuddel
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am November 02, 2020, 01:30 Vormittag
Ich muss es wohl in Vickers machen, ...
Darum bin ich ein bißchen verwundert über die Skepsis  zu diesen Thema.

Servus zwischendurch mal wieder ...  ;)

... äähm, na sicher - Du wirst das schon wissen welche Methode man da am besten verwendet und welche Möglichkeit die zuverlässigste ist um den
HärteGrad zu ermitteln.
Ich hab´s nur noch ganz düster in Erinnerung weil wir dass mit den PrüfVerfahren ja mal in Physik behandelt hatten - primär ist mir "Brinell" im Hirn hängen geblieben.
Von dem Rest habe ich nicht wirklich Ahnung ...  ;D

Hmmm ... ich denke dass die Skepsis maßgeblich von einer Unsicherheit her rührt; in meinem Fall auch unzureichendes Wissen.
Aber mal ehrlich: wenn Du damit arbeitest und viel Erfahrung gesammelt hast so denke ich dass es sicher passen wird ... kann mir eher nicht
vorstellen dass man da gern was riskiert.
Sowas kann einen das Leben kosten wenn man sich verkalkuliert ... aufgrunddessen glaube ich dass es in Deinem Interesse "save" ist

best Greez aus M & einen tollen WochenStart
wünscht Dir/Euch mal wieder
der Robin
 :keks

PS.:  Aus aktuellen Anlass zu LockDown "Light":
        Wozu aufregen; passt doch so wie´s ist. 
                        Bleibt gesund !
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 02, 2020, 11:42 Vormittag
Das gleiche Thema haben wir bei den Werkstoff Aluminium.
Viele Dinge, wie z. B. Motorhalterungen aus Stahl, habe ich an meiner Kawa
durch die Alu-Legierung EN AW 7075 ersetzt. Das bekomme ich mit ein 3.1B Zeugnis
Die Streckgrenze liegt nach Zeugnis bei 510-520 N/mm2 und de Zugfestigkeit bei etwas
über 600N/mm2. Das kann sich sehen lassen. Da liegt so manches Bauteil am Motorrad aus Stahl
weit darunter.
Nebenbei verarbeite ich auch Carbonplatten. Ein Teufelzeug. Schwer zu bearbeiten.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: minimax am November 02, 2020, 18:15 Nachmittag
Das Biegeverhalten ist anders als bei Stahllegierungen. Deshalb werden im Rennsport viele Teile dauernd erneuert die eigentlich keine typischen Verschleißteile sind.
Für welchen Einsatzzweck ist denn das Fahrzeug geplant?
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 02, 2020, 19:56 Nachmittag
Mit den Begriff " Biegeverhalten" kann ich nichts anfangen.
Bei den metallischen Werkstoffen rechnest du bei statischer Biegung mit der Streckgrenze des
betreffenden Werkstoffes und den Sicherheitsfaktor.
Bei dynamischer Belastung geht du in die Wöhlerdiagramme des Werkstoffes.
Worin sich Titan, Alu und Stahl generell unterscheiden ist der E-Modul.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: minimax am November 03, 2020, 12:13 Nachmittag
Mir ging es um die Materialermüdung bzw. Dauerfestigkeit. Stahl bietet mehr Sicherheitsreserven.
Was hast du den vor mit deinem Motorrad? Achtelmeile?
 
tach ock
nur mal son tip ich habe 3 kolegen wo der bolzen schon verbogen ist  an einer huski 350 und 500er und eine ktm 450  alle mit 22mm bolzen  ;) der vorgänger hatte 26er bolzen  also vorsicht könnte lebengefährlich werden
Ich hatte vor einigen Jahren bei einem MX Rennen einen Fahrer gesehen dem die Vorderradachse abgeschert ist.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 03, 2020, 15:33 Nachmittag
Da liegst du falsch,
nachfolgen die Eigenschaften von Ttan Grade 5
aus einen Werkstoffdatenblatt.

Eigenschaften:
Gute Warmumformbarkeit und Schweißbarkeit, sehr gute Beständigkeit gegen verschiedenste korrosive Medien, hohe Festigkeit und gute Zähigkeit bei einer geringen Dichte,
exzellente Dauerfestigkeit auch unter feuchten Bedingungen, sehr hoher Widerstand gegen über Risseinleitung und Rissausbreitung.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: Player1005 am November 10, 2020, 15:34 Nachmittag
Schönes Projekt!
Mich würde echt mal eine vorher/nachher Wiegung interessieren :)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 10, 2020, 21:13 Nachmittag
Auf eine geeichte Waage (Schrottplatz) komme ich zur Zeit nicht wegen Corona.
Dann muss ich es mal nächste Woche mit der Personenwaage versuchen,
damit man ungefähr eine Richtung hat.
Im Netz habe ich Angaben von 132-151kg gefunden.
Das ist sehr irreführend.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 12, 2020, 20:32 Nachmittag
Hallo
ich habe gestern an der Serienvorderradachse und einen Reststück
Titan Grade 5 die Härte mit HRC geprüft. Nach den Umrechnungstabellen
habe ich für die Vorderachse eine Zugfestigkeit von 860 N/mm2
und für das Titanstück 1065 N/mm2 raus bekommen.
Für die Serienvorderachse hatte ich mit weniger gerechnet.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am November 17, 2020, 18:42 Nachmittag
...
Im Netz habe ich Angaben von 132-151kg gefunden.
Das ist sehr irreführend.

Hi wieder mal ...  ;D
... nun - was das Gewicht einer XR angeht nehme ich stark an dass es bei der beinahefast unzählichen Anzahl von Versionen/Varianten
in Anhängigkeit zu BauJahr einige unterschiedliche Werte gibt.
Auch die Tatsache nach welcher Norm gewogen wurde spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle dabei ...
Spätere BauJahre werden wohl die Schwereren sein könnte ich mir vorstellen; kommt halt drauf an was Deine genau für eine ist.
Letztlich wird´s Dir wohl oder übel erspart bleiben selbst zu wiegen ...  ::-)

...
Titan Grade 5 die Härte mit HRC geprüft. Nach den Umrechnungstabellen
habe ich für die Vorderachse eine Zugfestigkeit von 860 N/mm2
und für das Titanstück 1065 N/mm2 raus bekommen.
...

Hmmm, ist es etwa ein ZufallsTreffer dass der Härtegrad die Erwartungen übersteigt ?  ???
... kann ich mir da eher weniger vorstellen da Honda für gewöhnlich nie schlechte Materalien verbaut hat.
Aber da kannst mal sehen, dass es sich manchmal lohnt (in Anbetracht der Tatsache man hat die Möglichkeiten dazu)
einfach mal selbst nachzuprüfen ...

Weiterhin alles Gute für´s Projekt "LeichtBau" !

best Greez aus M
wünscht mal wieder
der Robin
 ;)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 17, 2020, 20:52 Nachmittag
Hinsichtlich Material hat sich einiges getan bei Honda.
Bei meiner XL 500r (Bj.82) sind die Alugewinde am Motor
butterweich. Das ist bekannt. Bei der XR ist der Aluguss
wesentlich besser.

Bin gerade dabei die hintere Steckachse aus Titan zu machen.
Beim Hohlbohren sind schon zwei 12er HSSE-Bohrer verraucht.
Teufelszeug das Titan.

Wenn ich das Hinterrad wieder drinnen habe, werde ich die XR mit vollen
Tank auf der Personenwaage wiegen.

Wo noch richtig Gewicht drin steckt ist der Leo ESD. Der soll
3,7 kg wiegen. Hab den noch nicht ausgewogen.
Ich versuche es mal, wenn ich Luft habe mit den Akra von meiner ZRX.
Der wiegt 1,482 kg. Dazu muss ich aber den Akra von 52 auf 50mm
Anschlußdurchmesser reduzieren. Bin gespannt  wie es dann mit der Leistung aussieht.


Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: chan33 am November 18, 2020, 00:23 Vormittag
@Robin: Glaube es geht hier um die 650R, die sollte in den 8 Produktionsjahren immer ziemlich genau gleich viel gewogen haben, lediglich Blinker und Tacho waren wohl eingespart bei manchen Modellen.  ;D

Aber stimme drehorgel zu, man findet kaum eindeutige Antworten zum Gewicht. Gleiches gilt für die offene Leistung ab Werk. Cooles Projekt auf alle Fälle, Titan ist schon ein außergewöhnlicher Werkstoff. Weiterhin gutes Gelingen!

Ps.: Meine ist mit 144kg eingetragen.

Grüße,
chan
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: KickIt87 am November 18, 2020, 01:39 Vormittag
@Robin: Glaube es geht hier um die 650R, die sollte in den 8 Produktionsjahren immer ziemlich genau gleich viel gewogen haben, ...
...

... * UFFF & autsch *
Hab´s wohl total vergessen dass es rein um die 650er ging in diesem Thread ... wohl versoffen (und/oder vergessen) die Info über
die letzten Wochen ...  ::-)

Sry

und dennoch:
best Greez & nice WochenEnde
wünscht aus M
der Robin

PS.: Thx für den Hinweis Chan  ;)
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: XR-Mojo am November 18, 2020, 10:10 Vormittag
Toller Thread und Projekt, verfolge ich gerne!
Welchen Leo hast du denn verbaut? Würde dir den ggf. abnehmen, falls du auf eine leichtere Auspuffanlage wechselst und ihn abgeben würdest.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 18, 2020, 11:01 Vormittag
Hallo,
der Leo ist mit Dokumente, den brauche ich noch für den Tüv.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: Falco am November 18, 2020, 12:04 Nachmittag
@Robin: Glaube es geht hier um die 650R, die sollte in den 8 Produktionsjahren immer ziemlich genau gleich viel gewogen haben, lediglich Blinker und Tacho waren wohl eingespart bei manchen Modellen.  ;D

Aber stimme drehorgel zu, man findet kaum eindeutige Antworten zum Gewicht. Gleiches gilt für die offene Leistung ab Werk. Cooles Projekt auf alle Fälle, Titan ist schon ein außergewöhnlicher Werkstoff. Weiterhin gutes Gelingen!

Ps.: Meine ist mit 144kg eingetragen.

Grüße,
chan

Hier in dem Bericht http://biker.de/honda/enduro-reiseenduro-supermoto/xr-650-xr650r/testberichte/xr-650-r-testbericht  steht 122kg Leergewicht und 61PS an der Kurbelwelle und "nur" 50 PS kommen hinten an.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 18, 2020, 13:27 Nachmittag
In den Artikel haben die wohl etwas durcheinander bekommen.
Das Leergewicht wird mit 122kg angeben und das Trockengewicht mit 136kg.
Wenn ich von 122kg Trockengewicht ausgehe und die Füllmengen der Betriebsflüssigkeiten
dazu rechne komme ich auf 133kg.
Ebenso die Leistungsangaben. Man rechnet 10-12% Verlustleistung zwischen Kurbelwelle
und Hinterrad. Bei 61 ps an der Kurbelwelle sind das eher 55ps.
Die haben wohl eine rostige Kette und feste Radlager im Einsatz gehabt.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: chan33 am November 18, 2020, 16:08 Nachmittag
Bisschen weiter im OT, warum auch nicht: Die 61 PS Serie sind wohl ein Mythos. Um dessen Ursprung ranken sich einige Legenden. Vielleicht war's auch nur ein Verkaufskniff, da die 650R sowieso nirgends voll entdrosselt verkauft wurde, zumindest nicht offiziell. Ich meine mal wo etwas gelesen zu haben, dass die Messung eines offenen Motors 55PS an der KW ergab (leider keine Info/Quelle dazu). Einen Unterschied wie Tag und Nacht macht jedenfalls ein gscheiter Krümmer, die originalen Röhrchen vor dem Hosenrohr lassen den Topf nicht wirklich ausatmen. Und das dahinter geht auch eine Nummer größer.

In Österreich gibt's den Strutzenberger in Sachen 650R-Tuning und Prüfstand - keine Ahnung, ob der noch immer was mit der 650R macht, war wohl sein Hauptsteckenpferd, was man so liest. Würde mich aber auch wundern, wenn es das 13 Jahre nach Produktionsende immer noch wäre. Die Internetpräsenz ist auf alle Fälle noch vorhanden, und dazu auch einige Prüfstandsläufe: http://www.xr650r.at/pages/tuning.html (http://www.xr650r.at/pages/tuning.html) --> original 48 PS am Hinterrad. Man kann sich da jede Form des (vom Strutzenberger angebotenen  ;D) Tunings veranschaulichen lassen.

Ansonsten hab ich selbst noch ein paar alte Prüfstandsläufe des Vor-Vorbesitzers von meiner, die sind leider nicht ausführlich beschriftet. Mit Mikuni TM42 hat er 50 PS hinbekommen. Muss aber fast mit dem originalen Auspuff gewesen sein anhand der Daten aus dem erwähnten Tuning-Simulator. Oder ich hab leistungstechnisch eine Montagsmaschine.  ;D
Fredi hier im Forum hat von 53 gemessenen PS mit Sebring-Auspuff (komplett) und darauf abgestimmter Bedüsung im Originalvergaser gesprochen. Alles am Hinterrad.

Grüße,
chan  :D
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: Falco am November 18, 2020, 18:02 Nachmittag
Interessante Sache,... aber ich find die XR650R immer noch überwältigend, va auch im mittleren Bereich hat sie richtig gute Power und benötigt keine hohe Drehzahl.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: Honda_919 am November 18, 2020, 19:12 Nachmittag
Hallo zusammen,

meine hatte mit folgenden modifikationen die da waren :

Sebring Doppelrohr offen ( 116DB ) ;D
Vergaser original ordentlich abgestimmt
K&N Luftfilter

am Hinterrad 54PS und 60NM ( Prüfstand war auf 2-Takt eingestellt, deshalb die Drehzahl  :) im Diagramm !

Hab sie leider verkauft, ich Idiot  :P

lg
Fredi
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 18, 2020, 19:50 Nachmittag
Was mir fehlt ist der Bums von unten,
da hat meine XL 500R mit 34ps mehr Druck.
Im Gelände bin ich mehr der Trialfahrer als der Motocrossfahrer
Die Leistung kriege ich nicht auf den Boden im Gelände bzw. auf Feldwegen.
Zudem pendelt meine ab 160 km/h auf der Straße. Von daher brauche ich nicht mehr Leistung,
so sagt es mir die Vernunft. Aber es macht spass aus Motoren mehr Leistung zu generieren und
Geld + Zeit zu verbrennen. Ebenso ist es gut für das Ego.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: Honda_919 am November 19, 2020, 17:29 Nachmittag
Was mir fehlt ist der Bums von unten,
da hat meine XL 500R mit 34ps mehr Druck.
Im Gelände bin ich mehr der Trialfahrer als der Motocrossfahrer
Die Leistung kriege ich nicht auf den Boden im Gelände bzw. auf Feldwegen.
Zudem pendelt meine ab 160 km/h auf der Straße. Von daher brauche ich nicht mehr Leistung,
so sagt es mir die Vernunft. Aber es macht spass aus Motoren mehr Leistung zu generieren und
Geld + Zeit zu verbrennen. Ebenso ist es gut für das Ego.

Also die Motorcharakteristik der 650er war für mich perfekt. Im vergleich zu meiner 530 KTM einfach ein Traum. Das eine 500er mit 34PS mehr Druck hat kann ich nicht wirklich so glauben ( eventuell anders übersetzt oder so ).
Gegen das Pendeln hat bei mir ein Gabelstabi geholfen, war aber bei meiner van Anfang an so gut wie  nicht spürbar das pendeln ( eventuell Spiel im Lenkkopf oder woanders ).
Aber bei der sache mit Leistung, Geld und Zeit verbrennen bin ich voll und ganz bei dir, da geht nix drüber  :)

lg
Fredi
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: mxmogli am November 19, 2020, 18:51 Nachmittag
Bums von unten fehlt? Also das halt ich für ein Gerücht oder der Motor ist Platt!
Die XR 650 R hat Dampf in allen Lebenslagen im Überfluss.
Bergos hatte seinerseits mal eine Getunt die hatte meine ich 68 PS

Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 19, 2020, 22:22 Nachmittag
Der Motor der XL 500r hat eine ganz andere Charakteristik als der XR 650r Motor.
Der Motor gleicht eher einen Trecker Motor und liebt keine hohen Drehzahlen.
Von Standgas bis ca, 2500 U/min zieht der besser bzw. hängt besser am Gas. Danach kommt
nicht mehr viel im Vergleich zur XR 650R.
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: timundstruppi am November 19, 2020, 23:08 Nachmittag
Ja die gute Xl500R, fahre ich seit 1985. Dampf untenrum und oben auch schneller werdend. Allerdings hohe Drehzahlen sind Verschleiß, also fährt man eher bis 4000upm.

2014 dann XR600 DV. Ja fährt sich gut, zieht gut, aber nicht besser, Obenrum fahre ich nicht viel.
Dann kam der DZM und Junior fuhr sie mal illegal, da noch den kleinen FS. Nun aber durch den DZM auch wesentlich höher gezogen.
Er kam nach der Fahrt. Rot im Gesucht , leicht vom Adrenalin zitternd: "Das ist ja Wahnsinn, wie die abgeht." Ja ist es wirklich ab 5500. Aber man kachelt nicht mit mehr als 5500 durch die Gegend.
Auch der Vorbesitzer versicherte, dass nicht die NW gemacht ist. Aber sie zieht dermaßen obenrum.

Nach dem Limaversagen kurz nach dem Treffs Süd 2017 kam der Motor in die PD04. Hier muss er raus, da elend lang übersetzt, auch intern zu lang. Anfahren wie im 2ten. Der Originalmotor muss zerlegt und wieder aufgebaut werden. Ringbruch.

Die XR ist fast wie Turbo. Die XL aber angenehmer.
650er kenne ich nicht
Titel: Re: Leichtbau
Beitrag von: drehorgel am November 23, 2020, 19:31 Nachmittag
Die Steckachse aus Titan für das Hinterradrad fast fertig.
Serie mit Mutter 487g
Titan mit Mutter 303g

Die Titanachse ist durchgäng hohlgebohrt, aber bis zum
Gewinde fehlen mir ca, noch 50mm, da ich nich so einen langen
12er Bohrer hatte. Ich baue die Achse erstmal ein, und schaue wo
ich noch was wegnehmen kann. Gute 20g sind noch drin.